So bleibt man dran.

Auf den ersten Blick scheint es sich um einen Koi zu handeln, aber Japan ist weit weg. Selbst wenn er echt sein sollte: Er ist klein und mutmaßlich aus keiner bedeutenden Zucht, so daß für seine Besitzer kaum Hoffnung auf Reichtum besteht, nicht einmal wenn er eines Tages 70 Zenitimeter mißt. Vermutlich wird er vor dem Erwachsenenalter den zahleichen Reihern oder Katzen der Gegend zum Opfer fallen wie Dutzende seiner Vorgänger. Oder im nächsten Winter friert der Teich zu einem einzigen Eisblock zusammen. All das klingt nicht schön als ein Schicksal. Und es ist nicht einmal ein bedeutender Maler vor Ort, der die Bewegungen des Fischs, den Stoß, mit dem seine Schwanzflosse ihn sanft und kraftvoll zugleich durchs Wasser gleiten läßt, mit wenigen Pinselstrichen für die kurze Ewigkeit eines Papier- oder Seidenbogens erfassen würde.

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