Im Prinzip wären Leerstellen wichtig

Zum Beispiel Gefäße – insbesondere japanische, aber nicht nur – bieten der Leere einigen Raum, der allerdings schwindet, sobald man sie benutzt, streng genommen schon, sobald sie sich innerhalb der gegebenen Verhältnisse befinden, denn die Luft ist ja nicht Nichts. Wir wären schnell weg, wenn wir im Nichts nichts atmen würden, vermutlich würden wir sogar explodieren oder implodieren, bevor wir auch nur die Lungen im Brustkorb zu bewegen versucht hätten. Andererseits: Wo sollen die Gefäße sein, wenn nicht innerhalb der gegebenen Verhältnisse. Womöglich wird deshalb seit Jahrhunderten oder länger versucht, die Leere während der – insbesondere japanischen – Keramikbenutzung auf geistige Weise herzustellen, wobei die Frage wäre, ob diese geistige Leere sich dann innerhalb oder außerhalb der Gefäße, des Raumes, des Kopfes oder sowohl innen als auch außen von alldem nicht befände. Das klingt sehr kompliziert. Dabei sollte es einfach sein. Geradezu keinfach. Alles Quatsch.

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