Babylon.

Sowieso wissen wir wenig bis nichts über das, was vor sich geht, wenn verschiedene Wesen aufeinander treffen. Unter Artgenossen mögen wir uns einbilden, mittels Kleidung, Gesten, Minenspiel, der Art wie wir dies und jenes in unserer Rede betonen oder weglassen, den anderen halbwegs verständliche Botschaften zu senden – was aber lesen zum Beispiel die wilden Hunde in den Straßen unseren Gerüchen ab. Die Sprache der Deodorants, Motoröle und Kunststoffweichmacher könnte ihnen, deren Nasen den unseren so unendlich überlegen sind, wie das Gekreisch einer ganzen Horde Geistesgestörter erscheinen. Andererseits nehmen sie dahinter vielleicht weiterhin Angst, Zorn, die große Liebe wahr, so präzise, wie sie den Sprengstoff, das Haschisch selbst in molekularen Dosen erkennen. Und was ist mit dem geistigen Feld, das um uns herum aufgespannt ist und das zu manipulieren, wir rein gar nichts in der Hand haben? Fest steht aber: Obwohl wir fast nichts verstehen, befinden wir uns in ständigem Austausch mit allen anderen. Was immer das heißt.

 

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