Alles umsonst.

Auf der weitläufigen Terrasse des Grand Tarabya Hotels, die sich etwa fünfzehn Meter über dem Meeresspiegel befindet, hängt ein vereinzelter Rettungsring für den höchstwahrscheinlichen Notfall: Neulich hörte ich nämlich, dass bei dem gewaltigen Erbeben, das der Stadt Istanbul seit Längerem in Kürze bevorsteht, unter anderem die Prinzeninseln vollständig im Meer versinken werden. Die Flut, die auf den Untergang der Inseln folgt, wird sicher auch das Wasser im Bosporus sprunghaft ansteigen lassen und dann wäre ein solcher Ring von großem Nutzen für die Sonnenbadenden, die einen Haufen Geld bezahlt haben, um an diesem privilegierten und erhöhten Platz liegen zu dürfen. Ich fürchte allerdings, dass der Streit um den einzigen Ring im letzten Moment derart heftig sein wird, dass die ganze Erholung auf einen Schlag futsch ist.


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